Vor gut einem Monat habe ich gezeigt, wie du in 60 Minuten eine eigene Website mit KI rausbringst. Ab Minute 40 ging es vielen zu schnell. Victoria hat mir per Mail die wichtigsten Fragen geschickt, die viele von euch parallel gestellt haben. In diesem Artikel gehe ich sie durch und beantworte alles, was es zu KI-Websites, Spotlight, Domains und der Abgrenzung zu Nexus zu wissen gibt.
Claude-Seiten richtig bearbeiten
Viele fragen sich, warum man eine Claude-Seite nicht einfach wie bei WordPress per Drag and Drop bearbeiten kann. Die Antwort: Du kannst sie bearbeiten, aber eben nicht visuell, sondern über den Chat oder noch besser über Claude Code.
Variante 1: Du gibst den kompletten HTML-Code in Claude.ai zurueck, sagst zum Beispiel "schreibe alles in Sie-Form um" und bekommst die komplette Seite neu generiert. Funktioniert, ist aber langsam und produziert manchmal neue Fehler, weil die KI alles von vorn schreibt.
Variante 2 ist deutlich besser: Du speicherst den Code als HTML-Datei in deinem Wiki oder Projektordner und arbeitest mit Claude Code daran weiter. Claude Code öffnet die Datei, sucht gezielt die Stellen, die geändert werden sollen, und überschreibt nur diese. Das geht schneller und die Wahrscheinlichkeit für ungewollte Nebeneffekte ist deutlich kleiner.
Impressum und Datenschutz mit KI
Ja, das geht und es geht ziemlich gut. Du nimmst entweder einen Impressumsgenerator wie den von e-recht24 oder lässt dir das Impressum direkt von der KI erstellen, indem du ihr deine Firmendaten gibst.
Das gleiche funktioniert für die Datenschutzerklärung. Den fertigen Text kopierst du anschließend in Claude und sagst "mach daraus eine HTML-Seite im gleichen Stil wie meine Hauptseite und gib mir den Code". Die KI baut dir dann ein Impressum und eine Datenschutzseite, die optisch perfekt zur Hauptseite passen. Den Code kopierst du in Spotlight unter der entsprechenden Seite ein, klickst auf speichern, fertig.
Wofür Spotlight da ist
Spotlight beantwortet eine sehr konkrete Frage: Wie bringst du eine KI-generierte Website ins Internet? Der Claim ist Code rein, Website live. Genau das ist es. Du baust deine Seite mit Claude oder einer anderen KI, kopierst den HTML-Code und Spotlight macht den Rest.
Drin sind alle Basics, die du für eine professionelle Website brauchst: SEO-Einstellungen pro Seite und global, eigene Domain mit SSL, Theme-System mit Farbanpassungen, Header- und Footer-Code für eigene Skripte, Favicon-Upload, SMTP-Konfiguration für E-Mails, Facebook Pixel, Cookie-Banner, Medienbibliothek mit bis zu 60 MB pro Datei.
Spotlight ist bewusst klein gehalten. Stell es dir vor wie ein Mini-WordPress: alles drin, was eine Website braucht, nichts darüber hinaus. Wenn du eine simple Seite willst, die richtig gut aussieht und schnell live ist, ist Spotlight perfekt.
Wann besser Nexus
Sobald du mehr als nur eine Website brauchst, wird Spotlight zu klein. Nexus ist die Komplettlösung für ein digitales Business. Drin ist alles, was Spotlight kann, plus: Onlineshop mit Stripe-Anbindung, CRM mit Kundenportal, Abos, Coupons, Reviews, Wishlist, Eventmanagement, Affiliate- und Partner-Logik, Newsletter, Blog-CMS, Integrationen zu Circle und Brevo. Aktuell in Arbeit: KI-Chatbot, AI-Assistant fuer interne Themen, Support- und Ticketsystem, GDR-Integration, SAFT-Desk-System.
Auch DSGVO-konform mit Impressum, Widerrufsrecht, Cookie-Banner direkt out of the box. Spotlight kostet 17 Euro im Monat netto, Nexus 99 Euro im Monat netto. Beides 14 Tage kostenlos testbar.
Eigene Domain einrichten
Der Domain-Wechsel ist in Spotlight super simpel. Unter Einstellungen findest du den Punkt "eigene Domain verbinden". Dort gibst du deine Wunschdomain ein und Spotlight zeigt dir, welchen DNS-Eintrag du anlegen musst.
Für eine Apex-Domain wie nextself.de nimmst du einen A-Record auf die angezeigte IP. Für Subdomains wie app.nextself.de empfehle ich einen CNAME. CNAME funktioniert nicht für Apex-Domains, das ist eine technische Eigenheit des DNS-Systems. Den DNS-Eintrag legst du bei deinem Domain-Provider an, also bei Webgo, Cloudflare, Netcup oder wo auch immer du deine Domain hast.
Nach dem Eintrag klickst du in Spotlight auf DNS prüfen. Wenn alles passt, klickst du auf Domain aktivieren und nach kurzer Zeit ist die Seite SSL-verschlüsselt unter deiner eigenen Adresse erreichbar. Die alte s2.sac.run-Subdomain wird automatisch deaktiviert. Medien werden mit übertragen, da musst du nichts selbst machen.
Wo Domains kaufen
Drei Empfehlungen mit klarer Reihenfolge:
- Cloudflare für alles ausser .de. Verkauft zum Originalpreis, also so günstig wie möglich, plus DNS und CDN gleich mit dabei.
- Netcup für deutsche Domains. Eine .de-Domain kostet rund 5 Euro im Jahr, also 0,42 Euro im Monat. Top-Preis-Leistung aus Deutschland.
- Checkdomain für Sonderangebote, vor allem bei nicht-Standard-Endungen wie .shop oder .com.
Wann weder Spotlight noch Nexus passt
Wenn du einen klassischen Drag-and-Drop-Builder willst, wie du ihn von WordPress mit Divi, Perspective Funnels oder OnePage kennst, dann sind beide Tools aktuell nicht das Richtige. Wir arbeiten an einem echten Website-Builder, aber das wird in Spotlight nicht reinkommen und in Nexus erst in einigen Monaten.
Bis dahin: schau dir unser WordPress-Hosting an. Tägliche Backups, SSL, Server, das Divi-Theme und unsere eigenen WordPress-Plugins sind inklusive. Du brauchst nur eine Domain und kannst dann per Drag and Drop loslegen, ohne dich um Technik zu kümmern.
Mein Fazit
Mit Claude oder einer anderen KI baust du die Seite. Mit Spotlight bringst du sie live. Wenn du mehr willst als eine Website, also Shop, CRM, Newsletter, Events, dann nimmst du Nexus. Beides funktioniert mit eigener Domain, beides ist 14 Tage kostenlos testbar.
Probiers einfach aus. Wenn du noch Fragen hast, schreib sie mir gerne in die Kommentare unter dem Video oder direkt per Mail. Falls du Interesse an einem Tutorial zur Notion-Anbindung an Spotlight hast, wie ich es bei notaloneshop.com gemacht habe, sag mir auch das. Dann gibt es dazu ein eigenes Video.


