Online Kurs erstellen: 20 Videos am Tag mit Loom & Circle

Du willst einen Online Kurs erstellen, aber dir fehlt die Zeit? Lerne meinen 5-Schritte-Plan, mit dem du bis zu 20 Videos pro Tag aufnimmst. Ganz ohne Stress.
🗓️ Veröffentlicht am 14.05.2025
✏️ Geschrieben von Ben Scheurer

⏱️ Lesezeit ca. 5 Minuten

Dein Fahrplan zum Blitz-Kurs

Schon mal gefragt, wie manche Leute es schaffen, einen Online-Kurs nach dem anderen zu veröffentlichen? Ich habe in den letzten zwei Wochen über 100 Videos für vier komplette Kurse aufgenommen. Klingt verrückt, oder? Aber es ist einfacher als du denkst.

Das Geheimnis ist kein teures Equipment oder ein riesiges Team, sondern ein smarter Prozess. In diesem Artikel zeige ich dir meinen 5-Schritte-Plan, mit dem auch du einen kompletten Online-Kurs erstellen und bis zu 20 Videos an einem einzigen Tag aufnehmen kannst. Und das, ohne stundenlang vor der Kamera zu stehen.

Vergiss die Vorstellung, dass Kurserstellung Monate dauern muss. Mit den richtigen Tools und einem klaren Plan schaffst du das in wenigen Tagen. Bist du bereit?

Schritt 1: Finde dein Fokusthema

Bevor du auch nur eine Sekunde aufnimmst, brauchst du absolute Klarheit. Was ist das eine Thema deines Kurses? Du kannst nicht alles abdecken. Ein Kurs über „Kochen“ ist zu breit. Ein Kurs über „Nudeln kochen“ ist perfekt.

Fokussiere dich. Statt „Videografie“ mach einen Kurs über „Videografie mit dem iPhone“. Statt „Webdesign“ einen Kurs über „WordPress mit dem Divi-Theme“. Je spitzer, desto besser.

Triff dann eine wichtige Entscheidung: Baust du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung (Roadmap) oder eine Wissensdatenbank? Eine Roadmap führt von Problem A zu Ergebnis B, wie ein klassischer „Werde zum Webdesigner“-Kurs. Eine Wissensdatenbank, wie mein „Tech Hub“ bei Start & Connect, besteht aus vielen kleinen Videos, die für sich allein stehen. Beides funktioniert super, aber die Vermarktung ist unterschiedlich.

Schritt 2: Baue das Kursskelett

Deine Kurs-Outline ist das Fundament. Ohne ein stabiles Gerüst bricht alles zusammen. Ich nutze dafür in Circle eine einfache Hierarchie: Das große Thema wird in Module unterteilt und jedes Modul wiederum in einzelne Lektionen.

Nehmen wir das Beispiel Webdesign. Ein Modul könnte „Einführung“ heißen. Darin erklärst du, was die Teilnehmer erwartet und warum ausgerechnet du der richtige Experte dafür bist. Gib deinen Kunden immer das Gefühl, dass sie ihre Zeit gut investiert haben, auch wenn sie schon bezahlt haben.

„Ihr müsst in jedem Video den Kunden davon überzeugen, dass ihr immer noch seine Aufmerksamkeit verdient, auch wenn der Kunde schon bezahlt hat.“

Ich habe schon Kurse gesehen, die lieblos und halbgar wirkten, mit langen Pausen und ohne sauberen Schnitt. Das ist enttäuschend und führt dazu, dass Kunden abspringen. Plane deine Struktur sauber, dann passiert dir das nicht.

Schritt 3: Skripte den kompletten Kurs

Jetzt kommt der vielleicht wichtigste Punkt: Skripte den gesamten Kurs, bevor du die Kamera einschaltest. Und ich meine wirklich alles. Jede Lektion, jedes Modul, jedes Quiz.

Aber Achtung: Schreibe kein Wort-für-Wort-Skript, das du abliest. Formuliere stattdessen eine Art detaillierte Videobeschreibung für jede Lektion. Diese Texte kannst du später direkt in deine Kursplattform wie Circle kopieren. So hast du dein Skript und die Lektionsbeschreibung in einem.

Warum dieser Aufwand? Weil du beim Schreiben merkst, ob dein Konzept logisch ist. Musst du Module verschieben? Fehlt eine wichtige Lektion? Im Text kannst du das mit wenigen Klicks ändern. Wenn du das erst bei der Aufnahme merkst, hast du ein riesiges Problem.

Schritt 4: Effizient aufnehmen mit Loom

Für die Aufnahme brauchst du nur ein Tool: Loom. Damit kannst du ganz einfach deinen Bildschirm und dich selbst aufzeichnen. Wobei ich meine Community gefragt habe und die ehrliche Antwort war: Die kleine Kamera von dir in der Ecke stört eher. Also lasse ich sie oft weg.

Das gibt mir die Freiheit, überall aufzunehmen. Ich brauche nur mein Mikrofon und meinen Laptop. Der Workflow ist mega simpel: Du öffnest die Lektion in deiner Kursplattform, liest dein Skript kurz durch, startest die Loom-Aufnahme und arbeitest den Inhalt ab. Danach schneidest du in Loom schnell den Anfang, das Ende oder kleine Patzer raus. Das Video wird automatisch verarbeitet und du kannst es direkt herunterladen oder einbetten. Fertig.

Mein letzter Kurs über Circle mit 17 Videos war so an einem einzigen Tag komplett im Kasten – von der Outline bis zum fertigen Upload.

Schritt 5: Hol dir Feedback

Dein Kurs ist fertig aufgenommen. Fast. Jetzt kommt das Checkup. Schau dir jedes Video noch einmal an. Lies jeden Text. Irgendwo versteckt sich immer ein Tippfehler oder ein kleiner Versprecher. Korrigiere diese Fehler, bevor deine Kunden sie finden.

Danach bittest du zwei bis drei vertraute Personen – gute Kunden, Partner oder Freunde – um ehrliches Feedback. Was war unklar? Wo sind Fragen offengeblieben? Basierend auf diesen Rückmeldungen kannst du entweder ein kurzes Bonus-Video nachdrehen oder einfach die Beschreibung der Lektion ergänzen. So wird dein Kurs nicht nur schnell fertig, sondern auch richtig gut.

Keine Ausreden mehr

Wer mir erzählt, er schafft es nicht, einen Online-Kurs in zwei Wochen zu erstellen, hat kein Zeitproblem. Meistens fehlt die Klarheit oder es sind innere Blockaden im Weg. Der Prozess selbst ist nicht kompliziert.

Halte dich an diese fünf Schritte, und ich verspreche dir, du wirst es schaffen. Ich habe auf diese Weise über 100 Videos für meine Start & Connect Community produziert. Dort findest du Kurse zu Tools wie Circle, Loom, Notion und zu Themen wie Marketing, Steuern oder Business-Aufbau.

Wenn du sehen willst, wie das Ergebnis aussieht, komm einfach vorbei. Die Community ist aktuell komplett kostenlos und unverbindlich. Schau dir alles in Ruhe an und lass dich inspirieren. Ich freue mich, wenn du dabei bist.