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VideosBen Scheurer06. November 20267 Minuten

Claude als persönliche Assistenz: So nutze ich den Voice Mode jeden Tag

Jeden Morgen rufe ich Claude an: Im Voice Mode holt Claude meine Aufgaben, Termine und Mails, plant den Tag und steuert meine KI-Agenten. So funktioniert das und das brauchst du dafür.

Jeden Morgen rufe ich Claude an. Im Voice Mode holt Claude meine Aufgaben, Termine und E-Mails, plant mit mir den Tag und stößt meine anderen KI-Agenten an. Ich habe mir immer eine Assistenz gewünscht. Jetzt habe ich eine, die rund um die Uhr da ist und im Monat weniger kostet als ein Abendessen zu zweit. Hier zeige ich, wie das funktioniert und was du dafür brauchst.

Das Video zu diesem Artikel: So wird Claude zur persönlichen Assistenz auf YouTube.

Die kurze Antwort

Claude wird zur Assistenz, sobald Claude an deine Daten kommt. Der Voice Mode allein ist ein gutes Gespräch. Erst mit Zugriff auf Aufgaben, Kalender, E-Mails und Kontakte wird daraus jemand, der für dich arbeitet. Bei mir läuft dieser Zugriff über zwei eigene Tools: Atlas hält das Wissen meiner Firma, der Connector verbindet Claude mit allen Tools.

Warum ich mit Claude telefoniere statt zu tippen

Die besten Ideen kommen mir, wenn ich die Hände nicht frei habe: beim Spülen, beim Sport, beim Zähneputzen. Genau dann brauche ich jemanden, dem ich das schnell sagen kann und der etwas daraus macht. Im Voice Mode rede ich einfach los, unterbreche, wenn mir eine Antwort zu lang wird, und sage, was ich stattdessen will. Das fühlt sich an wie ein Telefonat mit einer Assistenz, nicht wie ein Chat.

Mein Morgen mit Claude: Aufgaben, Termine, Mails

Jeden Morgen frage ich dasselbe: Welche Termine habe ich, welche Mails sind neu, welche Aufgaben und Tickets warten? Claude schaut nach und fasst zusammen. In der Aufnahme fürs Video sah das so aus, natürlich ohne Namen:

  • Kalender: der nächste Termin, ein Erstgespräch mit einem möglichen Kunden, und insgesamt acht Termine in der Woche, Tag für Tag aufgezählt.
  • E-Mails: worum es in den letzten zehn Mails geht, etwa Rechnungen, ein Support-Fall, eine neue Buchung und eine Anfrage für eine Kooperation, und dass nichts davon ungelesen ist.
  • Aufgaben: wie viele offen sind und wie sie sich verteilen, also was in Arbeit ist und was nur geplant.

Danach entscheide ich im Gespräch: Werbung löschen, auf die Mail des Kunden heute antworten, dafür gleich eine Aufgabe anlegen. Claude legt die Aufgaben an und macht mir einen Plan für den Tag. So weiß ich nach wenigen Minuten, was heute in meiner Firma wichtig ist.

Atlas und Connector geben Claude Zugriff auf alles

Claude ist ein Alleskönner, aber ohne Werkzeuge kann Claude nicht richtig arbeiten. Bei mir sind das zwei:

  • Der Connector ist die Verbindung. Darüber greift Claude im Voice Mode auf meine Tools zu.
  • Atlas ist das Gedächtnis. Dort liegen Firmen, Kontakte, Projekte, Aufgaben, Deals und die Tickets meiner Kunden, dazu E-Mails und Kalender.

Atlas ist aber mehr als ein Projektmanagement mit Sprachsteuerung. In Atlas leben auch meine KI-Agenten, eingerichtet aus Vorlagen. Claude kann einem dieser Agenten über Atlas eine Nachricht schreiben, etwa: Fass mir alle offenen Aufgaben zu einem Briefing zusammen und gib den anderen Agenten Bescheid. So steuert meine Assistenz meine übrigen KI-Mitarbeiter. Wie du so einen Agenten selbst baust, steht im Artikel KI-Agent erstellen, Schritt für Schritt.

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Was die Assistenz kostet

Weniger als 100 Euro im Monat:

  • Atlas: 29 € pro Mitarbeiter und Monat. Deine KI-Agenten sind inklusive, sie kosten nichts extra.
  • Connector: 19 € im Monat.
  • Claude: dazu ein bezahltes Abo bei Claude. Schon mit dem kleinsten Plan bleibst du deutlich unter 100 Euro.

Willst du Atlas nicht selbst einrichten, gibt es Atlas Pro: Wir richten es gemeinsam mit dir ein und betreuen dich laufend. Das kostet 3.000 € einmalig und dann 49 € pro Mitarbeiter und Monat, die KI-Agenten sind auch hier inklusive. Alle Preise zuzüglich Mehrwertsteuer.

Social Media mit Claude planen

Im Video bitte ich Claude, mit mir Ideen für Social Media zu sammeln. Dafür schaut sich Claude zwei Dinge an: das Playbook für Shorts, das in Atlas liegt, und den Stand in Echo, meinem Tool für Social Media. Dort liegen Ideen, aufnahmebereite Skripte, Entwürfe und Beiträge, die auf meine Freigabe warten. Claude sagt mir in einem Satz, wie viel davon offen ist.

Das Playbook legt fest, wie aus einer Idee ein Skript wird:

  1. Erst das Interview. Claude stellt mir eine Frage nach der anderen, zum Beispiel: Was hat dich diese Woche richtig überrascht oder genervt?
  2. Dann das Skript nach festem Muster: eine Behauptung, die naheliegende Lesart, die Drehung, ein konkreter Beleg und ein Schlusssatz.
  3. Länge: 200 bis 300 Wörter.
  4. Gemessen wird am Ende vor allem an den Speicherungen.

Das Muster ist keine Inhaltsvorgabe, sondern eine Struktur. Entwickelt habe ich es aus erfolgreichen Reels anderer Creator: Ich habe Claude viele davon gegeben, und Claude hat daraus das Schema abgeleitet und das Playbook in Atlas geschrieben. Auch das lief komplett im Voice Mode, nicht in Claude Code.

Claude holt live meine Zahlen

Für das Video habe ich Claude gefragt, wie meine Kanäle in den letzten sieben Tagen gelaufen sind. Ich habe nicht gesagt, wo die Zahlen stehen. Claude hat sie selbst über die Schnittstelle von Echo geholt: rund 25.200 Aufrufe und 883 Interaktionen über alle Kanäle, also Likes, Kommentare, geteilte und gespeicherte Beiträge. Gewartet habe ich darauf nur ein paar Sekunden.

Wofür ich den Voice Mode im Alltag nutze

Nicht alles hat mit Arbeit zu tun. Ein paar Beispiele:

  • Beim Sport: eine Videoidee durchsprechen, das Skript anhören und sagen, wo es noch eine andere Wendung braucht.
  • Beim Einkaufen: Ideen für ein Geburtstagsgeschenk. Ich erzähle, für wen es ist, und Claude schlägt vor, was passen könnte und wo ich es bekomme.
  • Beim Knobeln: Passt eine Lösung nicht, analysieren wir gemeinsam, woran es liegt, etwa warum ein Beitrag auf Instagram nicht läuft.
  • Als Sparringspartner: Über Politik oder Philosophie unterhalte ich mich manchmal eine halbe Stunde lang mit Claude. Ich bitte ausdrücklich um Gegenargumente, damit ich sie entkräften muss. So übe ich kritisches Denken und sehe die Perspektive der anderen Seite.
  • Zum Dampf ablassen: Hat mir ein Kunde eine ärgerliche Mail geschrieben, hört Claude zu und sagt dann: Lass uns eine Antwort formulieren.

Was sonst noch geht

Weil Claude über den Connector an alle meine Tools kommt, kann ich im Gespräch auch sagen: Leg in meinem Shop eine neue Seite im Design des Shops an. Verbuch die neuen Belege. Sag dem Agenten, der meine Videos schneidet, er soll mit den nächsten anfangen. Die Werkzeuge dafür kommen von Start & Connect:

Wenn du Claude zu deinem Mitarbeiter machen willst, fang mit Atlas und dem Connector an. Beides kannst du 14 Tage kostenlos testen. Wie du Claude überhaupt einrichtest, steht im kostenlosen Claude Code Starterkit.

Die Kapitel im Video

  • 00:00 Ich rufe Claude an
  • 01:26 Mein Morgen mit Claude: Aufgaben, Termine, Mails
  • 03:08 Atlas und Connector geben Claude Zugriff auf alles
  • 05:25 Social Media mit Claude planen
  • 10:02 Claude holt live meine Zahlen
  • 11:04 Wofür ich den Voice Mode im Alltag nutze
  • 13:44 Die Werkzeuge dahinter

Häufige Fragen

Kann Claude im Voice Mode auf meine Aufgaben und Termine zugreifen?

Ja, wenn du Claude die Werkzeuge dafür gibst. Bei mir greift Claude über den Connector auf Atlas zu, wo Aufgaben, Kontakte, Projekte, E-Mails und Kalender zusammenlaufen.

Was kostet eine KI-Assistenz mit Claude?

Bei mir weniger als 100 Euro im Monat: Atlas 29 € pro Mitarbeiter und Monat mit allen KI-Agenten inklusive, der Connector 19 €, dazu ein Abo bei Claude. Alle Preise zuzüglich Mehrwertsteuer.

Kann Claude im Voice Mode andere KI-Agenten steuern?

Ja. Claude schreibt den Agenten über Atlas eine Nachricht, etwa mit der Bitte um ein Briefing. Die Agenten arbeiten dann mit ihren eigenen Aufgaben weiter.

Wofür eignet sich der Voice Mode außer für Arbeit?

Für alles, wobei du die Hände nicht frei hast: Ideen beim Sport, Geschenkideen beim Einkaufen oder ein Streitgespräch über Politik und Philosophie, in dem Claude bewusst die Gegenseite einnimmt.

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