Freemium vs Free Trial
Beides sind Modelle bei denen Nutzer ohne Bezahlung starten. Aber sie folgen unterschiedlicher Logik.
Freemium
Die Basis ist dauerhaft gratis. Fuer mehr Features, mehr Volumen oder ohne Einschraenkungen zahlst du.
Typisches Beispiel: Dropbox (2 GB gratis, mehr Speicher kostet), Slack (bis X Nachrichten gratis).
Wann Freemium funktioniert:
- Klarer Mehrwert schon in der Free-Version
- Grenzen sind natuerlich (Speicher, Nutzerzahl, Nachrichten-Historie)
- Free-User verursachen wenig Support-Kosten
- Free-User werben neue User (Netzwerk-Effekt)
Fallstricke: Support fuer Kunden die nie zahlen. Hohe Infrastruktur-Kosten ohne Umsatz. Up-Sell-Conversion oft unter 5 Prozent.
Free Trial
Voller Zugang fuer einen begrenzten Zeitraum, danach wird abgerechnet (oder der Account pausiert).
Typisches Beispiel: Nexus 14 Tage kostenlos, Stripe keine Trial-spezifische Funktion eingebaut.
Wann Free Trial funktioniert:
- Kunden muessen es "in Echt" mit ihren Daten ausprobieren
- Wert wird erst nach Einarbeitung sichtbar
- B2B / hoehere Ticketgroesse
- Kurze Time-to-Value
Zwei Varianten:
- Opt-in - Nutzer gibt Kreditkarte ein, wird nach Ablauf automatisch abgerechnet. Hoehere Conversion zu Zahler, aber abschreckend.
- Opt-out - Ohne Kreditkarte starten, am Ende aktiv entscheiden. Niedriger Conversion, aber mehr Signups.
Was Nexus anbietet
Free Trial 14 Tage (Opt-out, keine Kreditkarte). Kein Freemium - Nexus ist bezahlt oder endet.
Faustregel
- B2C-Impulskauf: weder Freemium noch Trial, direkt kaufen mit Widerrufsrecht
- B2B-SaaS: Free Trial meistens besser als Freemium
- Netzwerk-Effekt-Produkt (Slack, Notion): Freemium