Kleinunternehmer (Paragraph 19 UStG)
Deutsche Regelung fuer Selbststaendige und kleine Firmen mit geringem Umsatz. Du weist keine Umsatzsteuer aus, zahlst aber auch keine Vorsteuer-Abzuege.
Voraussetzung (Stand 2024+)
- Umsatz im Vorjahr unter 22 000 Euro
- Voraussichtlicher Umsatz im laufenden Jahr unter 50 000 Euro
Wenn eine der Grenzen ueberschritten wird, verlierst du die Regelung zum naechsten Jahr.
Vorteile
- Einfachere Buchhaltung (keine USt-Voranmeldung)
- Fuer Privatkunden: wirkst guenstiger (kein 19-Prozent-Zuschlag)
- Kein Vorsteuer-Abzug, aber auch kein Vorsteuer-Aufwand
Nachteile
- Kein Vorsteuer-Abzug auf Ausgaben
- B2B-Kunden finden es oft unpraktisch (keine USt abziehbar)
- Wirkt fuer manche unprofessionell (signalisiert kleine Firma)
Wechsel zur Regelbesteuerung
Du kannst freiwillig auf Regelbesteuerung wechseln (Verzicht auf die Kleinunternehmer-Regelung). Ist 5 Jahre bindend. Sinnvoll wenn du viele Geschaeftskunden hast oder grosse Vorsteuer-Ausgaben (z.B. Einkauf von Software, Equipment).
In Nexus aktivieren
Unter /manage/settings/invoice:
- Toggle "Kleinunternehmer-Regelung"
- Standardtext auf Rechnung: "Gem. Paragraph 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet."
- Produkte werden automatisch als tax-free verkauft (kein Steueranteil in Invoices)
Zwischen-Geschaefts-Jahre
Achtung: die 22 000 / 50 000 Grenzen gelten pro Kalenderjahr. Bei Jahr-Anfang im Juni kannst du nur anteilige Nutzung machen.
Kombination mit Stripe
Stripe-Account muss trotzdem deutsche USt-IdNr haben (wird als Gewerbe fuer Stripe gefuehrt, auch wenn du Kleinunternehmer bist). Fuer Reverse-Charge auf Nicht-EU-Kunden wird die USt-IdNr gebraucht.
Not-Alone-Beispiel
Das Not-Alone-Projekt startet als Kleinunternehmer. Nexus-Setup dort aktiviert, Rechnungen werden ohne USt ausgestellt.